Diese Webseite ist als bösartig bekannt
[Erfahrungsbericht in eigener Sache]
Einige Hersteller von Sicherheitssoftware versuchen zusätzlich Webseiten zu klassifizieren, um die Nutzer vor Besuchen auf bösartigen Seiten zu schützen. Was aber, wenn so ein Hersteller falsch liegt? Anonym-Surfen.com ist einem dieser Sicherheitsexperten als bösartig bekannt – nur weigert der sich etwas dagegen zu tun.
Diese Webseite ist als bösartig bekannt
Im November 2009 erhielt ich eine E-Mail von einem Besucher, der Anonym-Surfen.com nicht aufrufen konnte. Beim Versuch erhielt er folgende Meldung:
Der Trend Micro URL-Filter hat die angeforderte Internet-Adresse anhand der Vertrauenswürdigkeitsstufe gesperrt.
Ich machte mich also auf die Suche nach dem Support von Trend Micro, um diesem mysterösen URL-Filter auf den Grund zu gehen. Es war zwar schwer eine Kontaktmöglichkeit zu finden, aber ich blieb hartnäckig. Letzendlich landete ich bei einem Kontaktformular und versuchte dort mein Glück.
Einige Wochen (!!) später antwortete mir Herr Henkel von Trend Micro:
Danke fuer Ihre Email.
Die aktuelle Kategorie der Webseite http://www.anonym-surfen.com/ bei unserem Web Reputation Service, welcher Teil vieler unserer Produkte ist, koennen Sie auf der Seite https://securecloud.com/ unten unter ‘Web Reputation Search’ einsehen.
Ein Reklassifizierung eines URLs kann auf der selben Seite unter ‘Reclassify URL’ angefragt werden.
Fuer weitere Fragen hierzu stehe ich gerne zur Verfuegung.
Wow. Da warte ich etwa 4 Wochen auf eine Antwort und mehr kommt nicht dabei rum? Ich selbst nutze keine Produkte von Trend Micro und kann nur hoffen, dass Bestandskunden einen besseren Support erhalten.
Reclassify URL
Ich machte mich also auf den Weg, um Anonym-Surfen.com reklassifizieren zu lassen. Das war kurz vor Weihnachten 2009. Inzwischen habe ich es 4 mal versucht. Nach wie vor stuft Trend Micro Anonym-Surfen.com als bösartig ein.

Herr Henkel hat mir auf weiteres Fragen auch nicht mehr geantwortet. So viel zu: “Fuer weitere Fragen hierzu stehe ich gerne zur Verfuegung“.
Was nun?
Gute Frage. Wenn ein Hersteller von Sicherheitssoftware eine derartige Funktion in seine Produkte einbaut, muss er Fehleinschätzungen ernst nehmen. Immerhin wird mir hier indirekt vorgeworfen, dass ich über meine Webseite Schadsoftware verbreite.
Dass das Ziel von Anonym-Surfen.com bereits seit 2003 genau das Gegenteil ist, hilft nichts. Alle Kunden von Trend Micro dürfen meine Webseite nicht besuchen. Da bin ich froh, dass Sie keiner sind.
Sie sind Webmaster? Dann prüfen Sie auch Ihre Webseite auf securecloud.com. Dazu müssen Sie einen ganz kleinen Schlitz am unteren Ende der Webseite suchen. Web-Reputationssuche steht darüber.
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