Microsoft Security Essentials und 100% CPU-Auslastung

31.07.2010 12:12 Uhr

Ich habe seit Ende 2009 die Microsoft Security Essentials auf Windows 7 installiert. Zwischendurch ist mein Notebook immer wieder auf 100% CPU-Last angestiegen und war dadurch mehrere Minuten kaum noch ansprechbar. Zusätzlich ist das Notebook in der Zeit extrem heiß gelaufen.

Schuld daran waren Microsofts Security Essentials (MSE), deren Dienst MsMpEng.exe diese 100% CPU-Last über mehrere Minuten erzeugte.

Falls Sie selbst ein ähnliches Verhalten haben, prüfen Sie, ob auch bei Ihnen die MSE Schuld sind. Starten Sie hierzu den Task-Manager und suchen Sie nach dem Dienst MsMpEng.exe. Bei Windows 7 müssen Sie sich dazu die Prozesse aller Benutzer anzeigen lassen:

Prozesse aller Benutzer anzeigen

Wenn Sie die Security Essentials installiert und aktiv haben, finden Sie dann auch den Dienst MsMpEng.exe:

Dienst MsMpEng.exe von Microsoft Security Essentials

Die Lösung

Die 100% CPU-Last entstehen bei Scan-Vorgängen der MSE. Der Scanner scant so auch das Verzeichnis der MSE selbst, was zu minutenlangen Blockaden führen kann. Das Ausschließen folgender Verzeichnisse behob das Problem auf meinem Notebook:

  • C:\Program Files\Microsoft Security Essentials
  • C:\ProgramData\Microsoft\Microsoft Antimalware
  • C:\ProgramData\Microsoft\Microsoft Security Essentials

Vorgehensweise

Um die Verzeichnisse auszuschließen, öffnen Sie die Verwaltungsoberfläche von MSE und führen die folgenden 4 Schritte durch:

  1. Wechseln Sie zum Register “Einstellungen”.
  2. Wählen Sie “Ausgeschlossene Dateien und Orte”.
  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche “Hinzufügen”.
  4. Fügen Sie die 3 obigen Pfade hinzu.

MSE: Pfade ausschließen

Im Screenshot sehen Sie, dass ich zusätzlich die Verzeichnisse

  • C:\Windows\security\database
  • und C:\Windows\SoftwareDistribution\DataStore

ausgeschlossen habe. Diese beiden Pfade gehören zum Windows Update. Der Ausschluss wird von Microsoft selbst in KB822158 empfohlen.

Wichtiger Hinweis: Mit jedem Pfad den Sie ausschließen, kann sich das Risiko erhöhen, Opfer von Malware o.ä. zu werden. Falls Sie das Problem mit der CPU-Auslastung nicht haben, sollten Sie die Verzeichnisse auch nicht ausschießen.

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