Vorsicht vor Sicherheitstücken beim Online-Einkauf
17.01.2005 Immer mehr Menschen gehen online auf Schnäppchenjagd, um dem Stress überfüllter Fußgängerzonen zu entgehen. Tausende schalten in diesen Tagen auch neue PCs ein, die unter dem Weihnachtstisch lagen. Aus gegebenem Anlass gibt McAfee, Inc. den Heimanwendern heute wertvolle Hinweise für ein sicheres Einkaufen und Surfen.
"Auch der Normalverbraucher wird heute genauso wie ein Großunternehmen durch Cyber-Angriffe bedroht. Und so wie jeder sein Eigentum gegen Diebstahl schützt, sollte man auch seinen PC gegen kriminelle Gefahren aus dem Internet schützen. In Europa wurden dieses Jahr bei Online-Einkäufen laut Forrester Research rund 13 Milliarden Euro ausgegeben. Aber viele Verbraucher sind nach wie vor vollkommen unbedarft in Bezug auf neue Betrugsmaschen wie zum Beispiel Phishing, die von Cyber-Kriminellen genutzt werden, um an persönliche Informationen, Passwörter und finanzielle Informationen zu gelangen," kommentiert Bernd Wiessner, Marketingleiter Zentral-, Ost- und Wetseuropa. Folgende Hinweise sollte jeder Konsument zum Schutz seines Computers vor Hackern und anderen Bedrohungen beim Online-Einkauf beachten: 1. Niemals E-Mail-Anhänge aus unbekannten Quellen öffnen und Dateien herunterladen. Beim Download von Daten aus dem Internet ist darauf zu achten, dass diese aus einer legitimen und vertrauenswürdigen Quelle stammen. 2. Vorsicht bei unerwarteten E-Mails mit vagem Betreff wie z.B. "document" oder "re:document". Solche Mails könnten ein Virus enthalten. E-Mail-Anhänge von einem scheinbar bekannten Absender sollten ebenfalls nicht geöffnet werden, wenn der Betreff der Nachricht verdächtig erscheint. 3. Ketten-E-Mails und Junk-Mails sofort löschen Solche Nachrichten sollten keinesfalls weitergeleitet oder beantwortet werden. Diese Spam-Mails können unter Umständen auch Viren enthalten. 4. Nur aktuelle Anti-Viren-Programme bieten einen ausreichenden Schutz Jeden Monat kommen mehr als 500 neue Bedrohungen zu den bereits bekannten 100.000 hinzu. Die Benutzung einer Anti-Virus-Software und des Update-Services, um die Vireninformationen und die Scan-Engine regelmäßig zu aktualisieren, ist unerlässlich. 5. Datensicherung schützt vor Datenverlust Ein Virus kann alle Dateien zerstören. Ein zusätzlicher regelmäßiger Backup auf einem separaten Datenträger - nicht auf der Festplatte des PCs - kann dieses Risiko weitgehend ausschließen. 6. Nur ein aktualisiertes Betriebssystem bietet Schutz Auf der Website des Herstellers (z.B. Microsoft) lässt sich leicht überprüfen, ob das Betriebssystem des Rechners auf dem letzten Stand ist. 7. Vorsicht vor Phishing Niemals sollte der Onlineeinkäufer auf einer Website Passwörter oder andere Daten seiner Kreditkarte preisgeben, wenn er nicht sicher ist, dass die Site von einem seriösen und bekannten Anbieter betrieben wird und damit geschützt ist. Phishing ist eine Form von Betrug via Internet, bei der die Angreifer den Anwender dazu verleiten, sensible persönliche Informationen weiterzugeben. Bei dieser Technik werden meist betrügerische E-Mails (Spam) und Websites verwendet, die legitime E-Mails und Websites nachahmen. Die Anwender, die die Authentizität der E-Mail oder Website nicht überprüfen können, werden dazu gebracht zu antworten. So entsteht ein großes Risiko, wenn der Täter die erschlichene Online-Identität des Opfers annimmt und zum Beispiel in dessen Namen finanzielle Transaktionen durchführt. E-Mails von der "Bank" z.B., die zur Eingabe von Passwörtern oder PIN-Nummern auffordern, sollten ignoriert werden. Wenn man über die Berechtigung des E-Mail-Absenders im Zweifel ist, muss unbedingt die Authentizität dieses E-Mails telefonisch bei der Bank hinterfragt werden.