Forbot-Wurm bahnt sich den Weg mit Gewalt und attackiert MySQL-Datenbanken
28.01.2005 Die Virenexperten bei Sophos warnen Computernutzer vor einer neuen Variante des Forbot-Wurms, der MySQL Open Source Datenbanksoftware zum Ziel hat.
Betroffen sind Rechner mit einem Windows-
Betriebssystem, die mit dem Internet verbunden
sind. MySQL ist eine beliebte Alternative zu
der SQL Server Datenbanksoftware von Microsoft
und Schätzungen gehen davon aus, dass es mehr
als fünf Millionen Installationen weltweit gibt.
Der W32/Forbot-DY Wurm ist der neueste
Sprössling der Forbot-Familie, deren erster
Vertreter Mitte des vergangenen Jahres sein
Unwesen trieb. Der Wurm verbreitet sich nicht
nur über das Internet, sondern versucht auch,
ein Zombie-PC-Netzwerk zu bilden. Mit
Hilfe dieser infizierten Rechner können Hacker
aus der Ferne eine Denial-of-Service-Attacke
starten.
'System-Administratoren sollten sicherstellen,
dass ihre Rechner mit der neuesten Antiviren-
Software, einer vernünftigen Firewall-
Konfiguration und aktuellen Sicherheitspatches
geschützt sind', sagt Graham Cluely, Senior
Technology Consultant bei Sophos. 'Sind alle
notwendigen Schutzmaßnahmen umgesetzt, wird
sich die Malware die Zähne daran ausbeißen
und sich nicht weiter verbreiten können.'
Forbot-DY versucht, sich über Netztwerkfreigaben,
die nur mit einfachen Passwörtern geschützt
sind, auszubreiten, und nutzt dabei zwei
Microsoft Sicherheitsschwachstellen: RPC-DCOM
(MS03-039) und LSASS (MS04-011).
'Der Forbot Wurm wendet beim Knacken der
schwachen Passwörter nackte Gewalt an',
fährt Graham Cluley fort. 'Die Botschaft an
System-Administratoren ist daher klar: Stärken
Sie unbedingt sofort die Passwörter, um diese
Art von Angriff zu stoppen und unmöglich zu machen.'
Sophos geht nicht davon aus, dass dieses Schadprogramm die gleichen Auswirkungen haben Wird wie der SQL Slammer Wurm, der Anfang 2003 Teile des Internets verlangsamt hat.