5 einfache Methoden, wie Sie SPAM vermeiden können

16.12.2009 08:29 Uhr
Anti-Spam Methoden

Bild: interllectual, 2006

Dies ist der dritte und abschließende Teil einer kleinen Artikelserie über Spam. Im ersten Teil erfuhren Sie 3 gängige Wege, wie Spammer an Ihre E-Mail-Adresse kommen. Im zweiten Teil habe ich Ihnen dann (hoffentlich) jede falsche Hoffnung genommen, dass Spam von alleine aufhört: „Warum Spammer nicht aussterben„.

In diesem Teil möchte ich Ihnen nun 5 Methoden vorstellen, wie Sie selbst daran mitwirken können, das Spam-Aufkommen minimal zu halten. Diese Methoden können zwar nicht die Anzahl der Spam-Mails reduzieren, die Sie bereits bekommen. Aber Sie werden Ihnen helfen, Ihre E-Mail-Adresse zukünftig nicht noch mehr Spammern „auszuliefern„.

  1. Tragen Sie sich nicht überall ein! Seien Sie sparsam und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht überall preis. Überlegen Sie zweimal, ob Sie dem Angebot vertrauen und dafür wirklich Ihre E-Mail-Adresse hergeben möchten.
  2. Legen Sie sich eine extra E-Mail-Adresse an, bei einem Freemail-Anbieter (gmx.de, web.de oder mail.google.com). Wählen Sie dabei keine E-Mail-Adresse die Ihren Namen verrät. Also nicht „vorname.nachname@“ oder ähnliches. Diese extra E-Mail-Adresse können Sie immer dann nutzen, wenn Sie sich irgendwo registrieren oder eintragen müssen und Sie dem Anbieter nicht 100% vertrauen. Falls der Anbieter Ihre Adresse weiterverkaufen sollte, bleibt Ihr original E-Mail-Konto dennoch spamfrei!
  3. Lesen Sie Teilnahmebedingungen. In vielen Gewinnspielen steht in den Teilnahmebedingungen, dass Ihre E-Mail-Adresse an Werbepartner weitergegeben wird. Durch die Teilnahme an dem Gewinnspiel akzeptieren Sie diese Bedingung. Seien Sie deshalb aufmerksam, lesen Sie die Teilnahmebedingungen und nehmen Sie nicht an allem teil, das Ihre persönlichen Daten verkaufen will.
  4. Prüfen Sie den Sitz des Betreibers. In Deutschland und einigen anderen Ländern herrschen strenge Auflagen für Spammer. Hier sind i.d.R. sehr hohe Bußgelder fällig. Deshalb sitzen die Spammer meistens in Ländern, die es mit dem Datenschutz nicht ernst genug nehmen. Wenn Sie also einen Newsletter einer Webseite abonnieren, schauen Sie auch ins Impressum der Webseite. Gibt es kein Impressum oder wirken die Daten wenig seriös auf Sie? Dann lassen Sie die Finger von dem Newsletter oder nehmen Sie notfalls Ihre extra E-Mail-Adresse.
  5. Ignorien Sie Spam-Mails. Kommen Sie bitte niemals auf die Idee, sich bei einer E-Mail, die Sie als Spam einstufen, abmelden zu wollen. Auch wenn diese Spam-Mail am Ende der E-Mail einen Link zum angeblichen Abmelden hat. Wenn es eine Spam-Mail ist, werden Sie sich nicht austragen können. Der einzige Grund für diesen Link ist, dass Sie dem Spammer damit bestätigen, dass Ihre E-Mail-Adresse gültig ist und Sie Ihre E-Mails auch wirklich lesen.

Da professionelle Spammer sehr kreativ sind, ist es sehr schwer, Spam-Mails vollständig zu verhindern. Durch die Weiterentwicklung moderner Spam-Filter und mit diesen 5 Methoden können Sie das Spam-Aufkommen jedoch auf ein Minimum reduzieren.

Update 05.06.10: Diese Methoden helfen Ihnen, das Spam-Aufkommen minimal zu halten. Ganz ausschließen können Sie Spam leider dennoch nicht. Roland beschreibt in seinem Kommentar unter diesem Artikel eine weitere Art, wie Spammer an Ihre E-Mail-Adresse kommen können. Vielen Dank, Roland!

Update 10.01.11: Andi Fischer hat in einem Kommentar eine erweiterte Methode zu Punkt 2 „Legen Sie sich eine extra E-Mail-Adresse an“ beschrieben. Ich finde seinen Vorschlag so gut, dass Sie den Kommentar jetzt in einem eigenen Artikel finden: SPAM-Mails vermeiden durch geschickte E-Mail-Weiterleitungen.

4 Kommentare

  • Roland schreibt:

    Sorry wenn es etwas her mit dem Artikel ist. Spam kommt auch einfach so vorbei. Die Spammer „erraten“ einfach die Email-Adressen. Ein Muster haben Sie bereits oben gezeigt, es gibt aber noch weitere. Als Beispiel nehme ich Peter Mustermann, Geburtsjahr 1970:

    p.mustermann@anbieter.tld
    p.mustermann1970@anbieter.tld
    p.musterman70@anbieter.tld
    peter.mustermann@anbieter.tld (die nannten Sie bereits)
    p.m@anbieter.tld (wenn es noch frei ist
    pmustermann@anbieter.tld
    pmustermann1970@anbieter.tld
    pmustermann70@anbieter.tld
    peter@mustermann.tld

    Nur so ein paar kleine Beispiele genannt. So kann der Spammer nach dem obrigen Mustern einfach eine Liste an bekannten Vornamen und Nachnamen (des jeweiligen Landes) nehmen – diese geben oefters Regierungsstellen kostenlos raus – und somit Aber-Millionen von Adressen generieren. Dass dazwischen auch Ruecklaeufer sind, stoert ihn nicht. Ich habe hier genau das am eigenen Mailserver erlebt (letzteres Beispiel). Und an das Geburtsdatum oder nur an die Jahreszahl dranzukommen, ist wie Sie bereits mit den „Gluecksspielen“ bereits zeigten sehr einfach.

  • Dennis schreibt:

    Hallo Roland,
    vielen Dank für Ihren hilfreichen Kommentar! Gegen das Erraten haben wir tatsächlich kaum sinnvolle Möglichkeiten. Ich haben den Artikel mit einem Hinweis auf Ihren Kommentar ergänzt. Danke!

  • Andi Fischer schreibt:

    Hallo Dennis,
    Vielen Dank für Deine Anleitungen. Den Punkt 2, „Legen Sie sich eine extra E-Mail-Adresse an“ habe ich für mich wie folgt weiter entwickelt. Ich habe damit nach Jahren endlich wieder die Kontrolle erlangt, was ich empfange will und bin inzwischen nahezu frei von Spam-Emails: Keine 200 am Tag, keine 200 im Monat, keine 200 im Jahr und das OHNE Filter. Wichtig ist, den eigenen Bedarf zu bestimmen und die Methodik gegebenenfalls anzupassen:

    Anm. Dennis: Sie finden die Methodik ab sofort hier: http://www.anonym-surfen.com/spam-mails-vermeiden-durch-geschickte-e-mail-weiterleitungen/

  • Bobo schreibt:

    Ja, schön – gute und hilfreiche Tips! Auf Vieles kann man aber auch selber kommen !
    Gruß aus Norddeutschland