Abofallen gehen in die zweite Runde

21.05.2010 09:08 Uhr

Falls Sie einmal auf eine Abofalle hereingefallen sind, kann es sein, dass Sie in den nächsten Tagen erneut Post bekommen. Die Abzocker schreiben ihre Opfer nach einem Jahr mit einer erneuten Rechnung an, da der Vertrag angeblich 2 Jahre laufen würde.

Ich berichtete bereits im Dezember über gefälschte Rechnungen per E-Mail und veröffentlichte eine dieser E-Mails, die ein Leser freundlicherweise zur Verfügung stellte. Falls Sie ebenfalls eine dieser Rechnungen erhalten haben, kann es sein, dass Sie bald wieder Post erhalten.

Wie die Kollegen von computerbetrug.de berichten, schreiben Anwälte die Opfer an, die bei der ersten „Rechnung“ zahlten. Angeblich geht das Abo 2 Jahre und der zweite Beitrag wird nun fällig. Die Sorge einiger Opfer ist nun, dass durch die erste Zahlung ein rechtsverbindlicher Vertrag zu stande kam und die zweite Zahlung somit zu leisten sei.

Der Artikel von Computerbetrug.de zitiert dazu ein Urteil des VIII. Zivilsenats: „Die vorbehaltlose Bezahlung einer Rechnung rechtfertigt für sich genommen weder die Annahme eines deklaratorischen noch eines „tatsächlichen“ Anerkenntnisses der beglichenen Forderung (im Anschluss an BGH, Urteil vom 11. Januar 2007 – VII ZR 165/05, NJW-RR 2007, 530)“ (Urt. v. 11.11.2008 – Az. VIII ZR 265/07).

Für Sie bedeutet das, dass Sie durch eine eventuelle erste Zahlung nicht automatisch ein 2-Jahres Abo geschlossen haben und auch nicht die Forderung akzeptiert haben.

Das Fazit ist daher eindeutig: nicht reagieren und schon gar nicht bezahlen!