Abzocke mit Haiti-Tragödie

20.01.2010 05:56 Uhr1 Kommentar

Die aktuellen Geschehnisse auf Haiti sind tragisch und es ist gut, dass so viele Menschen Geld für die Hilfsbedürftigen spenden. Aber es war auch abzusehen, dass Abzocker nicht lange auf sich warten lassen. Sie haben verschiedene Aktionen gestartet, die Haiti als Vorwand nehmen, um Sie über den Tisch zu ziehen.

Eine dieser Aktionen ist folgende Spam-E-Mail. Die Betrüger versuchen (wie fast immer) einen möglichst offiziellen Anschein zu erwecken und Ihnen Ihre persönliche Daten zu entlocken:

Sir/Madam,

A massive earthquake hit Haiti late Tuesday, killing thousands of people and wounding many more. The quake, measuring 7 on the Richter scale, has caused widespread damage in and around the capital Port-au-Prince, leaving a large number of people homeless and hungry.

The people of Haiti need food assistance as quickly as possible to prevent hunger worsening the misery already caused by the disaster.

This is said to be Haiti’s worst quake in two centuries. Every hour we wait means more lives are at risk. Help save some lives. Donate now by filling in the form

· First name:

· Last name:

· Country:

· Email:

· Amount:

Your contribution can save a dying soul. As you help those in need so will God almighty stand by you in all your endeavour.

Your Faithfully,
Angel fernandez.

GRUPO AYUDA HAITI
C/ Menedez de Santos, 117 Bj
Madrid, Spain.
Tel: 0034 693 993 848
grupoayuda@i12.com

Wie der amerikanische Blog allspammedup.com berichtet, sind bereits 64 neue Domains aufgetaucht, die sich dem Erdbeben auf Haiti widmen. Seien Sie also nicht nur bei E-Mails vorsichtig: Gefälschte Spendenseiten werden zu einer neuen Abzockmasche.

Spenden Sie also auf keinen Fall auf unbekannten Webseiten!

Wenn Sie für die Opfer der Katastrophe spenden wollen, wenden Sie sich bitte an eine der renommierten und bekannten Spendenorganisationen.

Die Abzocke ist nicht neu

Die Masche, globale Tragödien und Ereignisse als Anlass für dreiste Betrugsversuche herzunehmen, ist nicht neu. Besonders bei tragischen Ereignissen ist die Erfolgsquote der Betrüger höher. Durch den emotionalen Hintergrund fallen durchschnittlich mehr Menschen auf die unterschiedlichen Abzocken herein.

So führte z.B. der Tod von Michael Jackson 2009 zu einer wahren Spam-Flut, die Michael Jackson unfreiwillig zum King of Spam 2009 werden ließ.

Auch das Dauerthema Schweinegrippe wurde ausgiebig von Spammern und Abzockern ausgeschöpft. Wie der Blog basicthinking im Dezember berichtete, wurden bei einer Spam-Attacke über eine Million Spam-Mails innerhalb einer Stunde versendet. Damit versuchten die Spammer unter anderem gefälschte Medikamenten zu verkaufen.

Was Sie tun können

  • Bewahren Sie sich eine gesunde Portion Misstrauen.
  • Seien Sie generell mit persönlichen Daten geizig.
  • Prüfen Sie, ob auf Webseiten ein gültiges Impressum vorhanden ist.
  • Beachten Sie die Grundlagen zum Umgang mit E-Mails.

Ein Kommentar

  • Artur schreibt:

    Das ist ganz normal.Wenn man beobachtet wie sich die Menschen in Haiti wegen etwas essen in die haare kriegen,fragt man sich wo sind die ganzen spendengelder geblieben?In solchen Tragödien gewinnen meistens immer die, die entweder die spendengelder sammeln oder die Minister in diesen betroffenen Ländern, die zu entscheiden haben wohin und wann geholfen werden soll.DAS IST LEIDER DIE REALITÄT!