Was Sie über Computerviren wissen sollten

21.11.2009 12:45 Uhr

ComputervirusWissen Sie wirklich, was unter „Computervirus“ verstanden wird? Wie genau sich ein Virus verbreitet und was er anrichten kann? Je genauer Sie über die Grundlagen von Viren Bescheid wissen, desto leichter wird es Ihnen fallen, sich effektiv zu schützen. In diesem Artikel lesen Sie die wissenswertesten Grundlagen – ohne dass Sie sich mit unverständlichen technischen Details befassen müssen.

Virus wurde in Doktorarbeit erfunden

Fred Cohen von der Universität Südkalifornien programmierte 1983 das erste offiziell bekannt gewordene Virus. Er entwickelte für seine Doktorarbeit die Theorie des sich selbst reproduzierenden Programms und trat zugleich den Beweis dafür an. Der von ihm programmierte Virus lief unter dem Betriebssystem UNIX. Er bewirkte, dass jeder Benutzer des Systems sämtliche Zugriffsrechte erhielt, d.h., dass jeder angelegte Benutzer automatisch Administrator wurde.

Und das Virus infiziert den Wirt…

Die Wortwahl „Virus„, „Wirt“ und „infiziert“ ist nicht zufällig und zielt auf das biologische Vorbild ab.

Wie auch in der Natur sucht sich das Computervirus einen Wirt. Ein geeigneter Wirt ist dabei in vielen Fällen ein Programm, das mehr oder weniger zufällig vom Virus ausgesucht wird. Dabei integriert sich das Virus in das bestehende Programm. Wird das Programm gestartet, wird das Virus im Hintergrund ebenfalls aktiviert.

Früher haben Viren das Wirtprogramm durch die Infektion oft zerstört. Dadurch konnte ein Virenbefall leichter aufgespürt werden. Allerdings ist es für ein Computervirus von Vorteil, lange unentdeckt zu bleiben. Deshalb schränken heutige Viren die Programmfunktionalität oft gar nicht mehr ein.

Wie sich Computerviren verbreiten

Sobald das infizierte Wirtprogramm gestartet wird, sucht das enthaltene Virus nach nicht infizierten, ausführbaren Dateien. Jede Datei, die es auf seiner Suche findet, wird ebenfalls infiziert.

Und genau deshalb werden Viren schnell zu einer Epidemie. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine der infizierten Dateien Ihren Computer verlässt. Dies kann auf verschiedenen Wegen geschehen:

  • Austausch von Dateien über einen USB-Stick.
  • Downloads von Webseiten oder aus Tauschbörsen (Filesharing).
  • Starten oder Installieren von verseuchten Anwendungen von einer CD-Rom.
  • Austausch von Dateien, die per E-Mail als Anhang versendet werden.

Oft wissen die Anbieter der Dateien selbst nicht, dass die Datei infiziert ist. Nachdem eine infizierte Datei ein anderes Computersystem erreicht, wird der Virus sich auch dort ausbreiten.

Computer sterben an den Folgen einer Infektion…

Auch die Folgen eines Virenbefalls sind, wie im biologischen Vorbild, höchst unterschiedlich:

  1. Manche Viren sperren Sie von Ihrem System aus, so dass Sie sich nicht mehr anmelden können.
  2. Andere Viren löschen Ihre gesamte Festplatte, inkl. aller E-Mails, Fotos und Musiksammlungen, die Sie auf der Festplatte gespeichert haben.
  3. Einige Viren löschen auch nur bestimmte Dateitypen, z.B. alle PDF-Dateien oder alle Textdokumente.
  4. Und viele andere Möglichkeiten.

Dem Programmierer der Viren steht hier nahezu jede erdenkliche Möglichkeit offen. Selbst wenn er nur die Uhrzeit Ihres Computers verstellen möchte, kann er dies tun.

Ein besonders dreister Fall

Ein besonders dreister Fall ereignete sich in den USA. Hier sendete ein Computervirus mit dem E-Mail-Konto einer infizierten Studentin tausende Spam-Mails mit folgendem Inhalt:

Hi, mein Name ist Mrs. Janet Aronica. Sie haben eine Quadrillion Dollar gewonnen. Bitte senden sie mir ihre Kontodaten inklusive PIN zu, damit ich das Geld auf ihr Konto einzahlen kann.

Die wahre Janet Aronica wusste lange Zeit nichts davon. Bis sie eines Tages bei Google nach Ihrem Namen suchte: Zahlreiche Blogs und Webseiten warnten vor einer dreisten Abzockerin und zitierten diese E-Mail.

Besonders fatal dabei: Bewerber werden von ihren potentiellen Arbeitgebern gerne im Internet „unter die Lupe“ genommen. Wenn eine Recherche der Wunschfirma Ergebnisse, wie im Falle von Janet Aronica liefert, kann dies jegliche Chance auf einen Job zunichte machen.

4 Kommentare

  • servos schreibt:

    Viele danke,aber ich hätte gern wissen,ob bei Ihr kann ich anonim surfen oder ist nur informativen darüber,danke

  • Dennis schreibt:

    Hallo servos,

    anonym surfen können Sie über diese Webseite nicht. Hier finden Sie ausschließlich Informationen zu Anonymität, Sicherheit und Datenschutz.

    Wenn Sie testen wollen, ob Sie anonym surfen und welche Daten Sie gerade preisgeben, können Sie dies unter „Anonym Surfen Test“ überprüfen.

  • Thomas schreibt:

    Ich finde die hier ausgestellten Artikel wunderbar geeignet für Leute, die sich nicht auf professionellem Niveau mit dem Computer und dem Internet auskennen.
    Ich bin gerade dabei zu versuchen, weniger Spuren zu hinterlassen. Ich habe statt WinSweep die scheinbar gerne genutzte kostenlose Alternative „Tor“ aus dem „Vidalia-Bundle“ gewählt. Es haut bei mir leider immer noch nicht so hin. Ich bestehe zumindest den „Anonym Surfen Test“ noch nicht.

  • nancy schreibt:

    heey was passiret wenn man ein virus im computer hat da kann ich meiner mutter schon mal vorwarenen können sie mir bitte ein paar tippst geben wie ich computer verweigen kann besser gesagtverhindern kann