Datensammler horcht Passanten aus

10.02.2010 08:51 Uhr

Sind wir Deutschen leichtgläuber als uns gut tut? Das Magazin C’t hat getestet und Passanten in einem Einkaufszentrum angesprochen. Erschreckend, wie viele Informationen die Angesprochenen hier preisgeben.

Im Internet werden Sie bereits von allen Seiten sensibilisiert: Geben Sie nicht zu viele personenbezogenen Informationen bekannt, Vorsicht in Sozialen Netzwerken, selbst nur beim Eingeben der E-Mail-Adresse das Impressum überprüfen und viele weitere Tipps lasen Sie bereits.

Über den Blog Websicherheit.org wurde ich auf einen Test der C’t aufmerksam. Die C’t (ein renommiertes IT-Magazin) teste, wie viele Informationen Menschen preisgeben, die willkürlich auf der Straße angesprochen werden.

Erschreckend.

Angaben wie Adresse, Namen, Telefonnumer oder E-Mail-Adresse sind oft zu leicht zu erfahren. Auch wenn dies nach wie vor bedenklich ist, ist es längst nicht mehr schockierend. Schockierend ist, wie einfach Angaben wie:

  • das Bruttoeinkommen
  • die erste Stelle der Bank-PIN
  • sämtliche Kontodaten
  • die monatlichen Ausgaben
  • und sogar Speichelproben

von den Passanten freiwillig herausgegeben werden.

Aber sehen Sie selbst: Video zu dreist trifft leichtgläubig.

Im zugehörigen Hintergrund-Artikel erörtert Stefan Venator das Testergebnis:

Nach fünf Stunden beenden wir unser Experiment. Und sind selbst erschrocken, was wir hier alles bekommen haben. Unsere Fazit: noch nie war es so leicht, an sensible Daten unserer Mitbürger zu kommen. […] wären wir Ganoven gewesen, hätten viele Menschen in nächster Zeit eine ganze Menge Probleme bekommen.