Grundlagen zu: Trojaner / trojanische Pferde

09.08.2005 16:10 Uhr

Was Trojanische Pferde machen

Trojaner sind Programme, die eine schädliche Funktion beinhalten. Trojaner verfügen zwar häufig über einen für Anwender auf den ersten Blick sehr nützlichen Zusatz; der schädliche Mechanismus jedoch läuft unbemerkt im Hintergrund ab!

Woher Trojaner kommen

Heutzutage sind Trojanische Pferde meist in durchaus brauchbarer Software verborgen. Meist sind das kleine Spiele oder Freeware Tools die im Internet frei downloadbar sind.  Wird diese Software installiert, dauert es oft Monate bis der Trojaner auf dem System entdeckt wird, da sich das Trojanische Pferd, während die eigentliche Software installiert und ausgeführt wird, in Ihr System einschleicht und sich festsetzt.

Viele Trojaner installieren sich so auf dem System, dass dieser bei jedem Systemstart ebenfalls mitgestartet wird. Somit läuft der Trojaner ständig im Hintergrund mit. Andere Trojanische Pferde starten erst, wenn ein bestimmter Vorgang (Start einer anderen Software) auf dem System stattfindet.

Warum Trojanische Pferde gefährlich sind

Die meisten Trojaner sind darauf aus, Benutzerdaten eines Online-Dienstes auszuspähen. So liefert das Trojanische Pferd seinem Autor beispielsweise Ihre Zugangsdaten zu Ihrem E-Mail Account, Ihrem Internet-Provider oder Ihre Onlinebanking-Zugangsdaten.

Trojaner zeichnen mitunter sämtliche Tastaturfolgen auf. Hier nutzt es leider gar nichts, wenn der Anwender sein Passwort für einen Online-Dienst nicht abspeichert, sondern erst bei der Anmeldung eingibt – denn auch die Eingaben können Trojaner, mithilfe sogenannter Key-Logger, mitlesen. Die gesammelten Daten werden nach der Einwahl unbemerkt an den Autor des Trojaners geschickt.

So gefährlich sind Trojaner!

Desweiteren gibt es auch eine Vielzahl von Trojanischen Pferden, die nicht ständig im Hintergrund eines Systems mitlaufen. Diese Art von Trojanern werden erst aktiviert, wenn der Anwender z.B. sein Programm für die Einwahl in einem Online-Dienst startet.

Der Trojaner wurde so programmiert, dass er sich die Dateien auf einem System sucht, wo ein Programm (z.B. Onlinesoftware, FTP / Mail – Software) die Passwörter des Nutzers abspeichert. Viele Anwender nutzen auch heute leider noch die Funktion des Speicherns von Passwörtern, damit diese nicht immer wieder neu eingegeben werden müssen. Keine Frage, dieses ist sehr praktisch, jedoch stellen diese Funktionen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar. Daher raten wir dringend, keine Passwörter für Online-Dienste auf dem System abzuspeichern und das System zusätzlich durch den Einsatz einer Firewall abzusichern!

Der gefährlichste Trojaner

Das gefährlichste Trojanische Pferd ist das sog. Server-Programm. Dieses Trojanische Pferd ermöglicht dem Hacker auf das betroffene System als Administrator zuzugreifen und ist somit mit Abstand der gefährlichste Trojaner den es zur Zeit gibt. Dieser Trojaner vereint in der Regel alle auf dieser Seite genannten Arbeitsweisen.
Server-Programme sind zu folgendem in der Lage bzw. ermöglichen dem Hacker auf der „Gegenseite“ zahlreiche Funktionen: Aufzeichnen der Tastaturfolgen, Auslesen von Passwörtern, Herunter- und/oder Heraufladen von Dateien von/auf Ihr System. Der Hacker hat durch das Trojanische Pferd mitunter vollen Zugriff auf Ihren Rechner und besitzt völlige Handlungsfreiheit! Server-Programme bestehen aus einem Client und dem eigentlichen Trojaner, dem Server. Das Server-Programm öffnet auf Ihrem System verschiedene, sogenannte Ports, wodurch der Zugriff auf Ihr System ermöglicht wird.