Ist anonym surfen möglich?

01.10.2009 13:51 Uhr28 Kommentare
Ist anonym surfen möglich?

Bild: Wikipedia

Haben Sie sich auch schon gefragt, ob Sie zuverlässig und vollkommen anonym im Internet surfen können? Ob es Möglichkeiten gibt, sich absolut anonym im Internet zu bewegen und an Schnüfflern unentdeckt vorbeizukommen? Vielleicht haben Sie auch eine revolutionäre Software entdeckt, die Ihnen verspricht absolut anonym im Internet zu surfen. Können die Versprechungen des Softwareherstellers wahr sein? Nein, eine absolute Anonymität können Sie so gut wie nicht erreichen.

Warum kann man das so pauschal sagen?

Mit Lauschangriffen, Schnüffelsoftware und einer dahin schmelzenden Privatsphäre lässt sich unheimlich gut Aufmerksamkeit erregen und Werbung machen. Menschen wie Sie und ich werden hellhörig und interessiert. Aber: ich kenne keine Software, die eine absolute „Privatsphäre“ im Internet gewährleisten kann. Deshalb kann ich so pauschal sagen: „Nein, zuverlässig und vollkommen anonym surfen kann man nicht“ – in nahezu allen Fällen, in denen ich das gefragt werden könnte, liege ich richtig.

Der Vollständigkeit wegen, möchte ich hier erwähnen, dass sich mein pauschales „Nein“ auf Menschen wie Sie und mich, mittelständische Firmen oder sonstige Organisationen bezieht. Würde die Frage von jemandem gestellt werden, der den BND, die CIA oder den KGB im Rücken hat, müsste ich mein pauschales „Nein“ nochmals überdenken.

Und warum geht es nicht?

Im Prinzip ist der Grund mehr als trivial. Wenn Sie eine Webseite anfordern, senden Sie einen sogenannten Request. Dieser Request (zu deutsch Anfrage) beinhaltet unter anderem Ihre IP Adresse und die Adresse zu der Webseite, die Sie öffnen möchten. Die Webseite wird dann geöffnet und der Inhalt wird als Response (zu deutsch Antwort) an Ihre eigene IP Adresse zurück gesendet.

Ihre IP Adresse ist dabei vergleichbar mit Ihrer postalischen Adresse. Wenn Ihre Freunde Ihnen eine Postkarte aus dem Urlaub senden möchten (Response), müssen Sie Ihnen vorher Ihre Postadresse geben (Request).  So müssen Sie auch Ihre IP Adresse bekannt geben, um Informationen aus dem Internet erhalten zu können.

Wollten Sie nun vollkommen anonym surfen, müssten Sie Ihre IP Adresse verstecken. Das ist technisch auch nicht weiter schwierig. Sie könnten die IP Adresse in Ihrem Request von einer Software beliebig verändern lassen. Das Problem ist, Sie ahnen auf was ich hinaus möchte, dass dann die Antwort nie bei Ihnen ankommen wird. Am Beispiel mit Ihren Freunden, wäre die Postkarte nicht zustellbar oder wird von der falschen Person empfangen.

Bin ich somit hilflos ausgeliefert?

Sie wissen nun, dass Sie nicht absolut anonym im Internet surfen können. Entgegen der gängigen Panikmache der Computerpresse ist dies nicht weiter schlimm. Von Ihrer IP Adresse kann ein Webseitenbetreiber nicht ohne weiteres auf Ihre Identität schließen. Der Grund: Ihre IP Adresse gehört nicht Ihnen und jedesmal wenn Sie eine Verbindung mit dem Internet herstellen, leiht Ihnen Ihr Provider eine neue IP Adresse.

Wichtig: Allerdings speichert Ihr Provider welche IP Adresse er Ihnen zu welchem Datum und welcher Uhrzeit geliehen hat. Auf Anfrage der Polizei, kann er zur Herausgabe dieser Daten gezwungen werden. Dies dient dazu, Straftaten aufzudecken. Zum Beispiel illegale Downloads in Tauschbörsen, zur Verfügung stellen von rechtsradikalen Inhalten, Kinderpornografie, Ankündigungen von Straftaten u.ä.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie hilflos ausgeliefert sind. Nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, ist aber eine Neu-Definition von „anonym surfen“ notwendig. „Anonym surfen“ bedeutet nicht mehr „absolut unidentifizierbar für jedermann surfen“, denn das ist nicht möglich (selbst über einen Proxy Server nicht). Die neue Definition könnte sein, dass „anonym surfen“ bedeutet, dass Sie zukünftig nicht von jedem Webseitenbetreiber und jedem Werbenetzwerk wieder erkannt werden, um zu verhindern das komplexe Nutzerprofile von Ihnen angelegt werden. Denn das ist wiederum machbar – und sinnvoll.

28 Kommentare

  • Peter Schmid schreibt:

    Sehr gute Seite. Alles ist einfach und auch für Nicht-PC-Freaks der älteren Jahrgänge verständlich erklärt. Gerne würde ich die Infos abonnieren, jedoch weiß ich nicht, was es kostet. „Abonnieren“ heißt meistens kostenpflichtig.

  • Dennis schreibt:

    Hallo Herr Schmid,
    vielen Dank für Ihre netten Worte.

    Die Beschriftung „Abonnieren“ habe ich wohl sehr unglücklich gewählt. Vielen Dank für Ihren Hinweis.
    Anonym-Surfen.com zu „abonnieren“ ist absolut kostenlos.

  • Poolstar schreibt:

    Es gibt doch die Möglichkeit über ein VPN (virtual private network) zu surfen. Einige Betreiber der Serverfarmen versichern den Kunden, keine Logs zu speichern, und niemals Daten an höhere Gewalten preiszugeben.
    Wie stehen sie dazu? Auf ihrer Website konnte ich nichts zu dem Thema finden, denke aber dass dies eine der interessantesten Möglichkeiten für anonymes surfen ist.

    Gruß,
    Poolstar

  • Dennis schreibt:

    Hallo Poolstar,
    VPNs sind sicherlich ein Lösungsansatz. Es kommt immer darauf an, was Sie vor haben. Wenn Sie nur vor Seitenbetreibern anonym bleiben wollen, kann VPN eine Lösung sein.

    Für wirkliche Anonymität haben Sie aber das selbe Problem wie z.B. auch bei Proxy-Servern (http://www.anonym-surfen.com/anonym-ueber-proxy-server/). Sie haben leider keine Sicherheit, dass der Betreiber seine Versprechen einhält und wirklich nicht protokolliert.

    Der Werbespruch „niemals preisgeben“ ist in Deutschland auch kritisch. Protokolliert der Anbieter nun doch und die Polizei steht vor der Tür, nehmen die die Rechner u.U. einfach mit. Dann wars das mit „niemals preisgeben“.

  • moi schreibt:

    Natürlich ist 100% anonymes surfen im Internet nicht möglich. Man kann auch bei den größten Sicherheitsvorkehrungen „Ja, aber“ sagen. Das Schließfach meiner Bank hinter dem Tresorraum scheint mir auch absolut sicher. Dass sich jemand Zugang verschafft kann ich aber auch nicht ausschließen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr gering. Und in der Zwischenzeit gehe ich selbstversändlich davon aus, dass meine Dokumente dort sicher lagern. So ist das auch, wenn man versucht, anonym zu surfen, und sich etwas Zeit nimmt und Geld investiert. Dann ist man tatsächlich anonym unterwegs. VPN wurde ja schon genannt. Bei ihnen hört es sich so an, als wäre es schier unmöglich, anonym zu surfen. Das entspricht nicht der Realität. Außerdem sollten sie nicht den Wunsch nach Anonymität gleichsetzen mit kriminellem Verhalten. (Dann steht die Polizei vor der Tür und nimmt den Rechner mit…) Wir leben ja nicht in einem Polizeistaat.

  • Gibs ihm schreibt:

    Also wenn ich wirklich anonym surfen wöllte, dann:
    Rechner, Software, Surfstick und schon freigeschaltene Prepaid SIM vom „Flohmarkt“. Guthaben der SIM gegen Bargeld beim örtlichen Kiosk holen.
    Solche freigeschalteten SIM-Karten gibts zwar massenweise bei ebay, allerdings würde ich da die indirekte Verbindung „SIM – Verkäufer – Käufer – Ich“ auch nicht riskieren, deswegen wortwörtlich Flohmarkt.
    Ich frag mich ernsthaft, ob sich ein potentieller Bösewicht nicht über einen Bundestrojaner o.ä. schief lacht?! 🙂

  • Dennis schreibt:

    @moi:
    Der Vergleich hinkt in meinen Augen. Bei der Anonymität geht es nicht um Wahrscheinlichkeiten sondern um die Vermeidung von Spuren. Diese Spuren hinterlasse ich aktiv beim Surfen – denn würde ich den Computer auslassen, würde es keine Spuren geben.

    Der Vergleich mit dem Tresor würde gut dazu passen, wenn es um Angriffe oder Passwortsicherheit gehen würde. Hier versucht jemand anderes aktiv gegen meine Sicherheit vorzugehen und hat mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Erfolg damit.

    Wichtig ist jedenfalls, dafür ein Bewusstsein zu schaffen. Wie Sie auch schreiben, ist „100% anonymes surfen im Internet nicht möglich“ und aus meiner Erfahrung wissen das immer noch zu viele Nutzer nicht.

    Später schreiben Sie zwar: „Bei ihnen hört es sich so an, als wäre es schier unmöglich, anonym zu surfen“ – was entgegengesetzt Ihrer ersten Aussage steht – aber da lese ich mal drüber hinweg.

    > Außerdem sollten sie nicht den Wunsch nach Anonymität
    > gleichsetzen mit kriminellem Verhalten.

    Absolut richtig. Kommt hoffentlich auch nicht so bei Ihnen an.

    @Gibs ihm:
    Wenn der potentielle Bösewicht dann nicht gerade an die Pinnwand im persönlichen Facebook-Account postet… 😉
    Aber im Ernst: Für eine absolute Anonymität kann das ein grundlegender Baustein sein. Lohnt sich aber nur für waschechte Bösewichte, die es auf Anonym-Surfen.com nicht gibt. 😉

  • weißman`s? schreibt:

    danke für obige infos;mir wärs wichtiger,weiteres zum thema“wie kann ich so anonym als irgendmöglich surfen“,u.ä.zu erfahren!

  • Dennis schreibt:

    Ja stimmt. In letzter Zeit lag der Fokus stark auf Vermeidung von E-Mail-Spam und Internet Abzocke.

    Ich werde zukünftig mehr Artikel schreiben, die genauer auf anonymes surfen eingehen und Vorgehensweisen erläutern.

  • Bernd Liesen schreibt:

    Hallo,
    auch ich würde gern wissen, mit welcher Konfiguration
    oder Software man relstiv sicher
    surft.
    Vielen Dank für die Info.
    Gruß
    B. Liesen

  • Studium Ratgeber schreibt:

    Es gibt doch das Programm Tor. Das soll ganz gut sein

  • zirry schreibt:

    klar kann man anonym surfen.

    einfach ist es nur nicht. Und man sollte diese möglichkeit immer für das netz erhalten.

    support for the free people of china who struggle for their lifes!

  • raymond schreibt:

    1. internetstick vin tchibo
    2. sim karte von tchibo
    3. guthaben von tchibo

    Kosten ca: 50 euro, sim karte öfters wechseln => monatliche kosten ca. 20 euro

    4. standort: überall nur nicht at home

    ====> 100 % anonym
    ps: die glorreichen tools auf dieser seite erkennen noch nicht mal tor
    sind wohl schon sehr veraltet

  • Harena schreibt:

    wenn ich das hier so lese stellt sich mir die Frage, ob dabei der Internetkriminalität z.Bsp.Kindesmißbrauch nicht noch mehr Tür und Tor geöffnet werden???

  • knorry schreibt:

    @raymond

    Guck mal was in den Tchibofaq steht:

    Besitzerwechsel

    Wenn Sie ein Tchibo mobil Handy oder eine SIM-Karte zum Tchibofonieren geschenkt bekommen oder von einem Dritten gekauft haben, also einen Besitzerwechsel der SIM-Karte zum Tchibofonieren stattgefunden hat, benötigen wir Ihre Daten. Füllen Sie daher bitte das Formular Besitzerwechsel vollständig aus, geben es in einer Tchibo Filiale oder einem der Tchibo Partner Depots ab, oder senden es mit einer leserlichen, beidseitigen Kopie des Personalausweises an folgende Anschrift:

    Tchibo mobil, Kundenbetreuung, 90345 Nürnberg

  • Hotzel schreibt:

    @knorry

    Schade, dass Tchibo nicht funktioniert, wenn man sich nicht genau an die Regeln hält!!

    Wer anonym surfen will wird diese kleine Hürde auch nehmen. Also SIM-Karte nur vom Flohmarkt, und sich dann auch nur auf Seiten anmelden, die man nicht von anderen „bekannten“ Zugängen nutzt.

  • bbt schreibt:

    von einem Bekannten wurde ich auch die Alternative ixquick zu google oder yahoo hingewiesen, anonym im Internet serven. Die preisen an, das die IP nicht gespeichert wird und ich über proxy anonym Seiten besuchen kann.

    Was ist da dran?
    Hat jemand Erfahrungswerte?

  • BC schreibt:

    aber was ist mit „Usenet“? Dort wird ebenfalls Anonymität versprochen. Funktioniert „Usenet“ ähnlich wie „Tor“?

    Ich wird mich freuen für eine Antwort.

    Gruß B.C.

  • Karl Mops schreibt:

    Also die angezeigten Daten Betriebssystem, Browser und IP sind sowas von falsch.
    Ich suche schon verzweifelt nach einer Seite, die mich richtig erkennt.

    Kennt jemand eine Seite, die wirklich hinter den Browser schauen kann?

    Übers TOR Netzwerk mit https oder anderen Endpunkt Verschlüsselungen und dann noch über einen Proxy, den man mit BITCOINS bezahlt hat und das ganze über eine SIM von ALDI übers Internet aktiviert.

    Ich weis nicht wie man da gefunden werden soll?

    Grüsse
    ANON

  • Sleeper schreibt:

    Hallo,

    also generell halte ich Anonymes Surfen für möglich.
    Wie aber bereits im Artikel (KGB, CIA) betont wurde ist der Aufwand eher bedenklich.

    Das hauptproblem liegt denke ich wirklich in der Vertraueswürdigkeit der einzelnen VPN, Proxy anbieter.
    Auch glaube ich das bei den so genannten „Bösewichten“ bestimmte Gelder dahinter stehen. Es gibt viele Leute die diese Macht reizt. Darunter können durchaus betuchte Menschen fallen. Die die nötigen Mittel in Bewegung setzen und diese der „Community“ zur verfügung stellen.

    Allerdings gibt es da wirklich enorm viel das zu beachten ist. Wo ist der VPN-Standort. Wie sieht es mit der Gerichtsbarkeit aus.
    Mit der rein technischen Frage ist das alles nicht geklärt.

    Der Aufwand der sich dementsprechend nicht nur auf das Internet selbst bezieht, macht das Risiko nur noch minimal anders als bei Kriminellen die zum Beispiel direkt Geschäfte überfallen etc.

    Selbst wenn sich eine Vereinigung zusammen tut um wirklich einfach nur aus dem Wunsch nach Anonymität einen solchen Aufwand betreiben würde. Wäre im selben Maße ein reiner Lockstoff für die Internetkriminalität. Das heißt auf dauer lässt sich warscheinlich auch ein solches Netzwerk nicht vor Behörden schützen.
    Jedenfalls in der EU stelle ich mir das enorm schwierig vor.

    Interessant finde ich auch das in Foren oftmals nach Software, Proxys, etc. gefragt wird und die meisten Leute, wie auch hier schon erwähnt, nicht bedenken das dadurch wiederum Dritte mit von der Partie sind.

    cu

  • max schreibt:

    also in österreich kann man sich eine stik kaufen – ohne ausweis, ohnne anmeldung. man steckt den stick an der sich installiert und surft.

    du gehst ins geschäft zahlst 39 euro und bekommst den stick. mehr ist nicht.

    das ist aber schon absolut anonym, oder !

  • Donald Duck schreibt:

    http://anon.inf.tu-dresden.de/

    Schaut mal hier!

    Mit JAP ist es möglich, anonym und unbeobachtbar im Internet zu surfen.

    Die Anonymisierung der Internetzugriffe wird erreicht, indem sich die Computer der Nutzer nicht direkt zum Webserver verbinden, sondern ihre Kommunikationsverbindungen verschlüsselt über einen Umweg mehrerer Zwischenstationen, sogenannter Mixe, schalten.
    Da viele Benutzer gleichzeitig diese Zwischenstationen des Anonymitätsdienstes nutzen, werden die Internetverbindungen jedes Benutzers unter denen aller anderen Benutzer versteckt: Niemand, kein Außenstehender, kein anderer Benutzer, nicht einmal der Betreiber des Anonymitätsdienstes kann herausbekommen, welche Verbindungen zu einem bestimmten Benutzer gehören. Eine Kommunikationsbeziehung kann nur dann aufgedeckt werden, wenn alle Zwischenstationen bzw. deren Betreiber zusammen die Anonymisierung sabotieren.

  • tim talar schreibt:

    hi

    anonym surfen ist sehr einfach :
    stichwort Internet cafes.

    das mit den prepaids geht natürlich auch. bei online freischaltung einfach ausländischen namen und beliebige real existierende adresse (strasse und hsnr.) eingeben. (natürlich vom inet cafe aus.)

    mfg

  • Lauscher schreibt:

    Warum ist mein Kommentar nicht veröffentlicht wirden?

  • egon schreibt:

    Hallo,

    das ist sehr schön und anschaulich beschrieben aber alles ist nicht ganz richtig.

    Über die IP kann man schon sehr genau die Region fest stellen.
    Wenn sich einer im Forum anmeldet habe ich die Person und die IP.
    Die IP bleibt bei den meisten 24 Std fest.

    Das mit der Postkarte ist ein schönen Beispiel. Nur wenn ich einen Anbieder „Software“ habe sieht es so aus.
    Ich sage meinen Freund nicht meine Adresse sondern die des Anbieders dann schickt er diese zum Anbieder und der die zu mir.
    Je nach Anbieder und Preis geht die IP dann mehren Stationen durch die Welt.

    Und wenn man wirklich anonym sein muss, sucht man sich ein offenens oder leicht zu zuüberwindes WLAN und der Besitzer des WLAN hat grosse Probleme. Deswegen immer schön alles gut sicheren.

    mfg

  • Fridolin schreibt:

    Die Staatsbedienstete arbeitet für den Oberschnüffler, sie sollte sich fragen, wie weit sie die Mobberei selbst begünstigt.

    Gemobbt zu werden über das Netz ist irreparabler Bestandteil. Und wer dämlich genug ist, überall sich einzuchecken mit Paybackkarten, Smartphones, Kreditkarten, und kritikunfähig die Kameras in Bahnen, auf öffentlichen Plätzen, in Bahnhöfen und Kaufhäusern, die gewaltigen Datenbanken privat und staatlich mit Millionen Profilen, wer das alle ignoriert, der hat’s verdient, das Netz von seiner schlechten Seite kennen zu lernen.

    Niemand von uns kann verhindern, daß ein Beamter, Angestellter, Nachbar oder sonstwer Böswilliger oder Dummkopf Bilder und Daten von uns im Netz verbreitet, oder in Datenbanken ablegt, oder mit unserem Namen den letzten Scheiß unterschreibt, oder sucht, oder sich einloggt.
    Wir werden nicht gefragt, können nichts überprüfen, sondern werden gezungen, diesen Netzscheiß mitzumachen. Auch vom Staat durch seine Gesetzgebung. Jetzt ist Google wieder mit seinen Kameras unterwegs, und wer nicht abgefilmt werden will, muß Widerspruch einlegen. Damit hat Google gleich beides, Bilder UND Namen! Das ist pervers!

    Heimliche Photos und Gesprächsmitschnitte mit dem Smartphone – davon hat James Bond geträumt. Die Dummköpfe treiben das Monster voran.

    Zudem sind die Betreiber der Seiten anonym, und während wir drauf lesen, spionieren sie uns aus und verkaufen unsere Daten. Selbst Staatstrojaner sind unterwegs. Und der Staat beteiligt sich am illegalen Datenhandel.

    Natürlich ist anonym Surfen statthaft. Denn das Netz hat mit Rechtsstaatlichkeit gar nichts zu tun.

    Die meisten scheinen gar nicht zu realisieren, was hier wirklich passiert.

  • Frankie schreibt:

    Vor kurzem war ich auf einer Seite für private Krankenversicherung. Kurz danach hat mich ein Maklerbüro angrufen. Wie geht das denn?

  • bedürftig schreibt:

    Ich habe aus versehen die kAusgaben „Anonym surfen“ Nr. 1 und 3 gelöscht.
    Können Sie mir Die nochmals an meine kE-Mail-Adresse senden? Danke, Werner Pietrzik