Mehr Datenschutz in Sozialen Netzwerken

13.11.2009 06:26 Uhr
Surfer haben Rechte.

Bild: (c) vzbv

Die Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen der großen Sozialen Netzwerke standen in der Vergangenheit öfter zur Diskussion. Jetzt verpflichteten sich 6 große Netzwerke durch die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung dazu,  „bestimmte Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen nicht mehr zu verwenden“.

Was ist ein Soziales Netzwerk?

In Sozialen Netzwerken melden sich Benutzer an, um sich ein Profil bei dem jeweiligen Netzwerk erstellen zu können. In der Regel enthalten diese Profile einen (Groß-)Teil der persönlichen Daten, wie z.B. Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Adresse, Telefon und weitere Kontaktmöglichkeiten.

In einem solchen Sozialen Netzwerk können dann Freundschaften mit anderen Benutzern geschlossen werden. Einige der virtuellen Freunde kennen die Benutzer persönlich, andere kennen sie rein über das Internet.

Mehr Datenschutz

Ein Großteil der Nutzer von Sozialen Netzwerken ist sich nicht bewusst, was mit Ihren Daten geschieht. So recherchiert z.B. ein potentieller Arbeitgeber vor einem Bewerbungsgespräch in diesen Netzwerken. Gibt es peinliche Fotos? Seltsame Hobbies? Auffällige Bekanntschaften oder unerwünschte Kommentare?

Der Verbraucherzentrale-Bundesverband hat nun sechs großen Sozialen Netzwerken einen Forderungskatalog vorgelegt. Xing, Facebook, StudiVZ, Lokalisten, Wer-kennt-wen und MySpace waren mit den Forderungen einverstanden, wie der VzBv gestern mitteilte.

Der Forderungskatalog besagt unter anderem, dass

  • die Daten der Benutzer nicht mehr automatisch durch Suchmaschinen erfasst werden. Der Benutzer muss dazu seine ausdrückliche Einwilligung erteilen.
  • die Daten restlos gelöscht werden, wenn ein Benutzer seine Mitgliedschaft beendet. Das Beenden muss hierbei ohne Hürden möglich sein.
  • die Voreinstellungen für ein Profil auf optimale Datensicherheit ausgelegt ist. D.h., dass persönliche Daten standardmäßig nicht veröffentlicht werden sollen.
  • die Anmeldung nur noch ein Minimum an Daten erfordern soll, die für die Teilnahme erforderlich sind.
  • und einige mehr. Sie finden den Forderungskatalog als PDF in der Pressemitteilung der Verbraucherzentrale.

Was Sie tun können

Wenn Sie selbst Mitglied in Sozialen Netzwerken sind, sollten Sie in jedem Fall kritischen prüfen, welche persönlichen Daten Sie preisgeben. Das Internet vergisst nie und leichtsinnig veröffentlichte Fotos oder Texte können Sie einen zukünftigen Job, eine neue Bekanntschaften oder schlimmeres kosten.

Stellen Sie deshalb Ihre Profile so ein, dass Sie möglichst viele Daten erst gar nicht angeben. Versuchen Sie, die restlichen Daten „nur Freunden“ anzuzeigen. die meisten Netzwerke haben Einstellungsmöglichkeiten, über die Sie verhindern können, dass Ihre Daten öffentlich einsehbar sind.

Im Endeffekt müssen Sie die Veröffentlichung einer jeden einzelnen Information abwägen und im Zweifelsfall rate ich Ihnen, lieber mit Informationen zu geizen.

Ein Kommentar

  • Eulenspiegel schreibt:

    Wenn mein Arbeitgeber mich darauf ansprach ob ich es sei im internet,
    war meine Antwort nein, es gibt mehrer mit den gleichen vor- und Nachnamen..