Online-Reputation beeinflusst Job-Chancen

29.01.2010 11:25 Uhr1 Kommentar
Die eigene Reputation ist wichtig

Bild: Niels Ruf

Sie haben schon öfters Warnung gelesen: Seien Sie vorsichtig, welche Informationen Sie auf Webseiten über sich veröffentlichen. Eines der Hauptargumente ist, dass es Ihre Aussichten auf einen Job zu Nichte machen kann. Schließlich überprüfen Personalverantwortliche ihre Bewerber immer öfter übers Internet.

Deshalb immer wieder der Rat zur Datensparsamkeit, den ich Ihnen z.B. unter den 7 Tipps, wie Sie Soziale Netzwerke richtig nutzen gab.

Microsoft belegt es mit einer Studie

Microsoft lies dieses Argument nun in einer Studie untersuchen. Es wurde dabei die Wahrnehmung von Nutzern und Personalentscheidern in Deutschland, Frankreich, England und den USA überprüft. Die Studie wurde im Dezember 2009 durchgeführt:

„Während sich die Nutzung des Internets im vergangenen Jahrzehnt grundlegend verändert hat, haben wir unser Verständnis, wie Online-Persönlichkeitsprofile das reale Leben beeinflussen, nicht im selben Maße weiterentwickelt“, sagt Tom Köhler, Director Security Strategy & Communication bei Microsoft Deutschland.

„Die heutige Erwachsenengeneration besitzt noch eine Art digitale Unschuld, weil nicht jeder Jugendstreich auf YouTube und Co. dokumentiert ist. Deshalb müssen die neuen ‚digital natives‘ wachsam sein, aber gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen, das eigene Image zu pflegen.“

„Ob als Schüler, Elternteil, Job-Bewerber oder Rentner, für jeden ist das Online-Auftreten wichtig“, ergänzt Marsali Hancock, Präsidentin von iKeepSafe. „Bei ihren Online-Aktivitäten hinterlassen Nutzer bewusst oder unbewusst jeden Tag Spuren, die langfristige Folgen haben können.“

Nutzer oft zu naiv

Die Studie kam zu dem Schluss, dass sich die Mehrheit der Nutzer nicht vorstellen kann, dass Personalentscheider die Daten aus Communities und Sozialen Netzwerken häufig zu Personalentscheidungen heranziehen. Nur 13% glauben, dass eine negative Online-Reputation ihrer Bewerbung schaden könnte.

Die Angaben deutschen Personalentscheider machen einen ganz anderen Eindruck:

  • 22% kontrollieren jeden Bewerber online.
  • 37% kontrollieren ihre Bewerber meistens online.
  • 21% sehen in der Online-Recherche bereits einen Bestandteil des Auswahlprozesses.
  • 16% geben an, einen Bewerber wegen negativer Online-Reputation abgelehnt zu haben.

Was Sie tun können

Versetzen Sie sich in die Lage eines Personalentscheiders. Natürlich versucht er jede Information über einen potentiellen Arbeitnehmer heranzuziehen. Immerhin kostet eine Fehlentscheidung das Unternehmen viel Geld.

Somit sollten Sie zukünftig immer damit rechnen, dass Ihre Profile im Internet überprüft, Ihre Texte gelesen und Ihre Bilder angesehen werden. Überlegen Sie vor der Veröffentlichung eines Foto oder eines Textes, ob dies Ihrer Online-Reputation schaden könnte.

Ein Kommentar

  • lucie schreibt:

    Das Online Auftreten ist meiner Meinung nach auch sehr wichtig. Man muss sich echt die Mühe geben.