Die 5 Grundregeln für sichere Passwörter

06.11.2009 08:12 Uhr7 Kommentare

Sichere PasswörterIm „digitalen Zeitalter“ sind Passwörter wichtiger denn je. Auch Sie haben sicherlich mehr als eine Stelle, an der Sie ein Passwort eingeben müssen, um sich zu authentifizieren, z.B. beim:

  •  Hochfahren des Rechners.
  •  Start von Windows.
  •  Abrufen Ihrer E-Mails oder beim Anmelden in Ihrem Online-E-Mail-Konto.
  • Anschalten Ihres Handys (PIN-Eingabe).
  • Anmelden in Social Communities wie YouTube, Facebook, StudiVZ oder Xing.
  •  Anmelden bei Ihrem Online-Banking-Konto.
  • Anmelden bei Online-Shops wie eBay, Amazon & Co.

Passwörter und PINs sind heute nicht mehr wegzudenken. Aber welche Merkmale muss ein Passwort erfüllen, damit es auch einen Passwort-Test besteht?

Gib Hackern keine Chance

Die folgenden 5 Methoden sind die Basis eines jeden sicheren Passwortes.

  1. Nutzen Sie für Ihr Passwort eine Mischung aus Kleinbuchstaben und Zahlen. Optimalerweise verwenden Sie auch ein oder mehrere Sonderzeichen und Großbuchstaben. Legen Sie jedoch kein Passwort fest, das nur aus Kleinbuchstaben besteht.
  2. Wählen Sie Passwörter, die nicht im Wörterbuch stehen. Hacker testen mit spezieller Software automatisch Passwörter, die Sie z.B. aus Wörterbüchern lesen und versuchen so, Ihr Passwort „zu erraten“ (Fachbegriff: Brute Force). Wählen Sie deshalb weder ein Passwort, das in Wörterbüchern vorkommt noch ein Geburtsdatum als Passwort. Optimalerweise lässt sich Ihr Passwort gar nicht erst aussprechen. Dies erreichen Sie z.B. mit Zufallspasswörtern aus einem Passwort-Generator.
  3. Notieren Sie Ihre Passwörter nicht digital. Schreiben Sie Ihre Passwörter niemals in eine unverschlüsselte „Passwortdatei“ auf Ihrem Computer. Wenn Sie es unbedingt notieren müssen, notieren Sie es auf ein Blatt Papier. Und auch dann niemals zusammen mit dem Benutzernamen und dem Namen des jeweiligen Onlinedienstes.
  4. Nutzen Sie niemals die „Kennwort speichern“-Funktion auf fremden Rechnern. Wenn Sie von einem fremden Rechner ins Internet gehen (Internet Café, Freunde, Arbeit), sollten Sie den Browser niemals die Passwörter speichern lassen. Auch sollten Sie sich über den Abmelde-Link ordnungsgemäß vom jeweiligen Onlinedienst abmelden und nicht nur den Browser schließen.
    Optimalerweise speichern Sie Ihre Passwörter auch auf Ihrem eigenen Computer nicht. Denn auch wenn sonst niemand Zugriff auf Ihren Computer hat, könnten Ihre Passwörter (z.B. im Falle eines Virusbefalls) ausgelesen werden.
  5. Wählen Sie ein Passwort von mindestens 8 Zeichen. Je länger ein Passwort ist, desto schwerer ist es „zu erraten„. Wählen Sie deshalb ein Passwort, das mindestens aus 8 Zeichen besteht. Dabei gilt: je länger, desto sicherer. Allerdings sind lange Passwörter auch schlechter zu merken.  Ein optimaler Kompromiss sind Passwörter aus 8-12 Zeichen.

Ein Trackback

6 Kommentare

  • Sam schreibt:

    Vielen Dank für die Tipps.
    Aber woher weiß ich denn, dass ein Passwort in keinem Wörterbuch steht?

  • Dennis schreibt:

    Jemand der Passwörter erraten möchte, ist kreativ und wird auf verrückte Ideen kommen um sein Wörterbuch zu erweitern. Ein Wort, das nicht ausgesprochen werden kann, ist sicherlich ein guter Anfang.

    Wirklich zuverlässig ist aber nur, ein zufällig generiertes Passwort zu verwenden.

  • Bruno schreibt:

    Bitte sagen sie mir ob „the newsletter“auf english erhaeltlich ist?
    Vielen Dank.
    Bruno

  • Dennis schreibt:

    Hallo Bruno,
    den Newsletter gibt es leider nur auf deutsch.

  • Josef Leeb schreibt:

    Hallo,

    des Passwort-Depot scheint ja wirklich gut zu sein, was gibt es für eine gleichwertige Alternative in der Mac-Welt, ich kenne nur 1-Password?

    Liebe Grüsse, Josef

  • Dennis schreibt:

    Hallo Josef,
    Password Depot nutze ich selbst täglich:
    http://www.anonym-surfen.com/der-einfache-weg-zu-sicheren-passwoertern/

    Leider habe ich aber keinen Mac und kenne mich mit den Alternativen für die Mac-Welt überhaupt nicht aus.