Sicherheitsupdate für Internet Explorer verfügbar

22.01.2010 09:28 Uhr1 Kommentar

In den letzten Wochen ging eine Warnmeldung des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) durch die Presse: Der Internet Explorer von Microsoft enthält kritische Sicherheitslücken und solle auf keinen Fall weiterverwendet werden. Selbst im Ausland wurde berichtet, dass die deutsche Regierung vor einer Nutzung des Internet Explorers warnt.

Microsoft hat nun reagiert und ein Sicherheitsupdate für den Internet Explorer bereit gestellt. Falls Sie also IE-Nutzer sind, sollten Sie dieses Update umgehend ausführen. Klicken Sie dazu im Internet Explorer in der Menüleiste auf „Extras->Windows Update„. Dann sollte sich folgender Dialog öffnen:

Setzen Sie den Haken bei „Kumulatives Sicherheitsupdate für Internet Explorer 8“  und bestätigen Sie mit OK. Der Dialog schließt sich und Sie finden sich in der Übersicht. Klicken Sie dann auf „Update jetzt installieren„.

Was macht das Sicherheitsupdate?

Dieses Sicherheitsupdate behebt sogar mehr Lücken, als ursprünglich geplant. Insgesamt werden 8 mehr oder weniger kritische Sicherheitsanfälligkeiten beseitigt. In Microsofts Security Bulletin finden Sie hierzu weitere Details.

Nutzen Sie eine ältere Version des Internet Explorers?

Dann sollten Sie unbedingt auf Version 8 aktualisieren. Der Internet Explorer 7 und vor allem der Internet Explorer 6 sind als kritisch eingestuft und sollten nicht mehr verwenden werden.

Generell empfehle ich Ihnen, stets aktuelle Programmversionen zu nutzen. Vor allem bei Browsern (egal ob Internet Explorer, Firefox oder ein anderer Browser) geht die Entwicklung in großen Schritten voran. Mit nahezu jedem Update werden neue Sicherheitslücken geschlossen.

Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Version Sie nutzen, können Sie in der Menüleiste unter „Hilfe->Info“ oder „?->Info“ nachsehen.

Was war das mit der deutschen Regierung?

Haben Sie es verpasst? Hier noch einmal im Schnelldurchlauf:

Vergangene Woche haben Sie gelesen und gehört, dass sich Google wegen Hackerangriffen aus China zurückziehen will. Google äußerte sich auch in einem der firmeneigenen Blogs und lehnt sich somit gegen die Zensur auf, derer sie sich in China unterwerfen müssen. Später wurde der Verdacht laut, dass sogar die chinesische Regierung hinter der Hacker-Angriffen auf Google stand.

Bei dem Angriff auf Google nutzten die Hacker Sicherheitslücken des Internet Explorers. Dies nahm das BSI zum Anlass, den Internet Explorer unter die Lupe zu nehmen. Daraufhin veröffentlichte das BSI die Warnmeldung auf ihrem Bürgerservice „Bürger CERT“ und riet von der Nutzung des Internet Explorers ab.