Spammer manipuliert Aktienkurse

27.11.2009 07:30 Uhr

Da habe ich am 24.11. am frühen Vormittag einen Artikel veröffentlicht, in dem ich Ihnen beschrieben habe, warum Spammer nicht aussterben. Der Artikel ist der zweite Teil einer kurzen, dreiteiligen Serie über Spam-Mails und deren Hintergründe.

Nur wenige Stunden nachdem ich den zweiten Teil veröffentlicht hatte, wurde bekannt, dass ein Spammer von einem Gericht zu 4 Jahren Haft verurteilt wurde. Dieses Urteil muss ich nun natürlich in diese Serie einbauen, um Ihnen meinen letzten Artikel mit Zahlen & Fakten zu belegen.

Spammer manipuliert Aktienkurse

Der 64-jährige Alan Ralsky hat alleine im Sommer 2005 zwischen 400.000 und 1.000.000 US $ eingenommen.

Alan Ralsky hat mit seinen Partnern täglich mehrere Millionen E-Mails versendet. Mit diesen Spam-Mails wurden wertlose chinesische Aktien angepriesen, die die Spammertruppe zuvor eingekauft hatten.

Als die massiven Spam-Kampagnen ihr Ziel erreicht hatten und die Aktienkurse stiegen, verkauften sie die Aktien mit einem künstlich erzeugten Gewinn.

Laut der Detroit Post, betonte Alan Ralsky während der Verhandlung keine schlechten Absichten gehabt zu haben. Im Gegenteil: Er hält sein Geschäftskonzept immer noch für eine sehr schöne Art Geld zu verdienen. Laut seinen Aussagen, hätte jeder die Möglichkeit gehabt, sich aus den Verteilerlisten auszutragen.

Ich persönlich halte das für Quatsch. Ich denke nicht, dass jemand tatsächlich so naiv ist und dies für eine seriöses Geschäftskonzept hält. Mir fallen zu diesem Fall Schlagworte ein, wie:

Betrug, Irreführung, Insider-Geschäfte, Belästigung und Wettbewerbsverzerrung

In jedem Fall ist es schön zu sehen, dass die Amerikaner so aktiv gegen Spammer vorgehen.

Zur Erinnerung: Kommende Woche erscheint Teil 3 der Artikelserie über Spam, in dem ich Ihnen dann 5 Methoden vorstelle, wie Sie Spam in Ihrem Posteingang vermeiden können.