Tipps zum sicheren Online-Banking

04.08.2011 07:48 Uhr

Mit einem Ratgeber zum sicheren Online-Banking am PC, Tablet oder anderen mobilen Endgeräten reagiert der IT-Sicherheitsspezialist McAfee auf eine Studie der deutschen Bank, nach der bis zum Jahr 2020 etwa 60 Prozent der Europäer Online-Banking nutzen werden. Viele Anwender sind sich der Gefahren beim Online-Banking aber nicht bewusst und verzichten auf Schutzmechanismen. Eine Untersuchung des Bankenverbands zeigt zudem, dass 68 Prozent der 25- bis 29-Jährigen das elektronische Banking nutzen; die Nachlässigkeit gegenüber IT-Gefahren ist aber gerade in diesem Alter überraschend hoch.

Für seine Tipps charakterisiert McAfee drei Online-Banking-“Persönlichkeiten” und gibt entsprechende Verhaltensrichtlinien für die jeweiligen Gruppen vor, die einen sicheren Umgang mit Bankgeschäften garantieren. Dabei spielt besonders das Alter der Anwender eine große Rolle im Hinblick auf das Bewußtsein für Sicherheit. Meistens ist das Vertrauen in Online-Banking mit der generellen Online-Erfahrung jedes Einzelnen gekoppelt. Wer aktiv online einkauft, sucht oder sich in sozialen Netzwerken bewegt, fühlt sich auch beim Online-Banking relativ sicher.

Tipps zum sicheren Online Banking

Sicheres Online Banking: Ratgeber von McAfee

 

McAfee legt drei Persönlichkeiten fürs Online- und Mobile-Banking fest und bietet Tipps für jedes Profil:

1. Kompetent aber sorglos

Diese Gruppe (meist 18 – 24 Jahre) kennt sich technologisch bestens aus, tendiert jedoch zur Selbstüberschätzung und wendet nicht einmal die grundsätzlichsten Sicherheitspraktiken an. Deshalb ist diese Gruppe extrem anfällig für Banking Malware, denn 68 % haben laut Javelin Strategy & Research keine Antivirus-Software installiert.

Tipps für kompetente aber sorglose Online-Banker:

  • Starten Sie mit einem sauberen PC. Stellen Sie sicher, dass Ihr Gerät virenfrei ist. McAfee empfiehlt im Rahmen seines Ratgebers das kostenlose Diagnosetool McAfee® Security Scan Plus, um Malware, Trojaner und andere Schadprogramme zu entdecken.
  • Konzentrieren Sie sich beim Online Banking: Antworten Sie nicht auf gefälschte Emails von Banken (oder auf Phishing Attacken), weil Sie mehrere Aktivitäten auf einmal ausführen. Solche Betrugsversuche sind oft erfolgreich, weil Anwender ihre Log-ins und Passwörter auf gefälschten Bank-Webseiten eingeben.

2. Souverän aber nachlässig

Diese Gruppe (meist 25 – 34 Jahre) nutzt das Internet sowohl beruflich als auch privat und stellt den höchsten Anteil an Online-Bankern. Laut Javelin nutzen 42 % der 25 – 34-Jährigen und 47 % der 35 – 44-Jährigen Antivirus- Software. Eine Umfrage von NCSA/APWG im August letzten Jahres ergab jedoch, dass diese Altersgruppe IT-Sicherheit trotzdem eher lax behandelt. 52 % der 25 – 44 Jahre alten Anwender glauben, sie tun genug, um online sicher zu sein.

Tipps für souveräne aber nachlässige Online-Banker

  • Falls Sie bisher noch keinen Online-Schutz einsezen, sollten Sie eine umfassende Sicherheitssuite in Betracht ziehen, um sich beim Online-Banking zu schützen. Denken Sie daran, einen Sicherheits-Scan zu machen, bevor Sie zum ersten Mal Online-Banking anwenden. So ist Ihr PC frei von Schadsoftware.
  • Antworten Sie nie auf E-Mails von Banken, in denen nach persönlichen Angaben wie Anwendername, Passwort oder Adressen gefragt werden. Auch wenn die E-Mail seriös wirkt, antworten Sie NIE darauf, klicken Sie NICHT auf Links und öffnen Sie keine Anlagen in der E-Mail.
  • Prüfen Sie finanzielle Transaktionen und Bewegungen, sobald diese durchgeführt wurden. So erkennen Sie ungewöhnliche oder nicht authorisierte Transaktionen sofort und können diese wenn nötig klären.

3. Konservativ und umsichtig

Diese Gruppe (meist älter als 45 Jahre) ist technisch nicht so versiert wie jüngere Generationen und nur ein kleiner Prozentsatz nutzt Online-Banking. Javelin stellte fest, dass diese Anwender generell recht vorsichtig und deshalb besser geschützt sind als die jüngeren Anwender. Etwa 55 % nutzen eine Sicherheitssoftware.

Tipps für konservative und umsichtige Online-Banker

  • Führen Sie einen Sicherheits-Scan durch, bevor Sie irgendwelche Online-Banking-Dienste nutzen. So können Sie sicher sein, dass Ihr PC frei von Schadsoftware ist.
  • Nehmen Sie sich in Acht vor Nachahmer-Seiten, die wirklichen Bank-Webseiten sehr ähnlich sehen. Versichern Sie sich, dass Sie immer die korrekte Web-Adresse eingeben, sobald Sie Ihre Bank online aufsuchen. Machen Sie sich mit dem Logo und dem Seiten-Aufbau Ihrer Bank vertraut.
  • Nutzen Sie solide Passwörter. Gehen Sie über die Standard-Angaben von 8 Buchstaben und ein paar Zahlen hinaus – je länger, desto besser. Ändern Sie Ihre Passwörter oft.

Tipps für Online-Banking mit mobilen Geräten

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihre Wireless-Verbindung geschützt ist und laden Sie erst dann die Applikation Ihrer Bank auf Ihr mobiles Gerät. Verbinden Sie sich erst mit der Applikation Ihrer Bank, wenn Ihre Wireless-Verbindung sicher ist. Senden Sie niemals vertrauliche Informationen über ein nicht gesichertes Wireless-Netzwerk, etwa in Hotels oder an öffentlichen Orten.
  2. Laden Sie die mobile Applikation Ihrer Bank runter, damit Sie sicher sein können, dass Sie wirklich Ihre Bank aufsuchen und nicht eine gefälschte Webseite.
  3. Installieren Sie Anti-Theft-Technologie und fahren Sie Backups Ihrer Daten.
  4. Konfigurieren Sie Ihr Gerät so, dass es nach einer bestimmten Zeit automatisch gesperrt wird.
  5. Einen Tipp, den McAfee zum Schluss seiner Studie gibt, ist über den Einsatz eines Services wie McAfee® WaveSecure™ nachzudenken. Mit Hilfe eines solchen Dienstes können Sie Ihr Gerät aus der Ferne sperren und alle persönlichen Informationen löschen, sollte das Gerät verloren gehen oder gestohlen werden.