Urheberechtsverletzung aus dem Warenkorb?

18.03.2010 11:33 Uhr5 Kommentare

Jenni B. fragte in einem Kommentar nach Hilfe zu einer verdächtigen E-Mail die sie erhielt. Angeblich solle sie 28,50 € für eine Urheberrechtsverletzung bezahlen, um einem Gerichtsverfahren „und den damit verbundenen Kosten von 3126,40 €“ zu entgehen.

Jenni B. schrieb:

Hallo, ich hab eine Mail bekommen die ich jetzt mal reinkopier. Wollt nämlich wissen ob die auch ne abzocke is denn irgendwie kommt mir das sehr komisch vor, da nicht mal genau erklärt wird was ich genau gemacht haben soll!!!!!!!! Ich hoffe mir kann jemand helfen!!

Und das ist die E-Mail:

14. Mrz 2010 13:36:51 MEZ

Händler:Rene KühnAnwalt.Kanzlei@gmx.de
Hinweis des Händlers:Durch Sie fand eine Urheberechtsverletzung statt. Mit der Zahlung einer Lizenzgebühr von 28,50 € sehen wir von dem Einleiten eines Gerichtsverfahrens und den damit für Sie verbundenen Kosten von 3126,40 € ab. Mit der Zahlung bestätigen sie den Sachverhalt und wir stellen jegliche Verfahren ein.
———————————–Details———————————–
Beschreibung: Urheberechtsverletzung
Artikelnummer: Stückpreis: €28,50
Anzahl: 1
Betrag: €28,50 EUR
Zwischensumme: €28,50
Summe: €28,50 EUR
Rene Kühn bittet Sie, PayPal zu nutzen, die sichere und einfache Methode für den Online-Zahlungsverkehr. Um Rene Kühn Ihre Zahlung zu senden und sich die Details dieser Zahlungsanforderung anzusehen, kopieren Sie diesen Link in Ihren Webbrowser ein:
https://www.paypal.com/de/cxxxxxx
—————————————————————-
Fragen? Antworten finden Sie im Hilfe-Center unter www.paypal.com/de/help. Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Dieses Postfach wird nicht überwacht, deshalb werden Sie keine Antwort erhalten. Wenn Sie Hilfe benötigen, loggen Sie sich in Ihr PayPal-Konto ein, und klicken Sie oben rechts auf einer der PayPal-Seiten auf den Link Hilfe. Wenn Sie E-Mail-Benachrichtigungen bevorzugt im Nur-Text-Format anstatt im HTML-Format erhalten möchten, loggen Sie sich in Ihr PayPal-Konto ein, rufen Sie Ihr Profil auf, und klicken Sie auf Benachrichtigungen.
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Guten Tag (da stand meine mailadresse), Rene Kühn bittet um eine PayPal-Zahlung.
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Wie Jenni B. schon vermutete, ist dies Blödsinn. Urheberrechtsverletzungen werden nicht mit Artikeln aus einem Shop bezahlt. Dass das über PayPal (einen international bekannten Bezahldienst) läuft, wirkt auf den ersten Blick auf manche Empfänger einschüchternd.

Wie immer, ist auch hier die Absicht der Abzocker mit einem großen und bekannten Namen Druck aufzubauen. Bitte fallen Sie auf so etwas nicht herein und bezahlen Sie nicht!

Vielen Dank geht an Jenni, die diese E-Mail zur Verfügung gestellt hat.

5 Kommentare

  • franzi schreibt:

    ich habe genau die selbe e-mail heute bekommen
    das kahm mir auch komisch vor denn niemand schreibt das per email
    und vor allem dem ich war noch nie bei paybal angemeldet. nur bei ebay hab auch gleich mein Pw geändert

  • franzi schreibt:

    und mir fällt noch wss ein die email adresse also der name war der selbe blos hinten stand bei mir @google

  • Dennis schreibt:

    Hallo Franzi und danke für den Hinweis. Gut zu wissen, dass die Abzocker verschiedene E-Mail-Adressen angeben.

  • Nescio schreibt:

    Die Sache stinkt gewaltig:

    1.Im Telefonverzeichnis sind 19 „Rene Kühn“ eingetragen Welcher hat geschrieben?

    2. Die angebliche Urheberrechtsverletzung ist nicht identifizierbar beschrieben. Wo (bei eBay? und ) wann wurde sie begangen; an welchem Gegenstand (Buch, Bild, Programm etc?) wurde das Urheberrecht verletzt? Kein Anwalt würde so dilettantisch formulieren, private Abzocker übrigens auch nicht.

    3. Der Herr versteckt sich hinter einer nicht erreichbaren E-Mail-Adresse, die vielleicht auch gar nicht existiert. Er macht sich unsichtbar und scheut Rückfragen. Kein Anwalt würde eine E-Mail-Adresse „Anwalt.Kanzlei@gmx.de“ benutzen.

    4. Bei Überweisungen per PayPal muss i.d.R. eine bei PayPal hinterlegte E-Mail-Adresse des Überweisungsempfängers angegeben werden.
    Wenn er diese mitgeteilt hat, würde ich ihm zuerst einmal eine E-Mail schicken mit den oben unter 2. gestellten Fragen.

    Alles in allem erscheint mir die Zahlungsaufforderung mehr als verdächtig.

  • Erich Gerlacher schreibt:

    Betr.: Ihr Schreiben vom 18.Mai 2011
    Rückzahlung von Vitaline Greenlife
    Transactionscode: 24110069U5074835B

    Sie teilten mir mit, daß Vitaline Greenlife einen Betrag in Höhe von € 14,- an PayPal überwiesen hat. Leider kann ich unter „Guthaben“ keinen Eingang erkennen.

    Ich bitte um Rückantwort.

    Mit freundlichen Grüßen
    E. Gerlacher