Warum Spammer nicht aussterben

24.11.2009 07:58 Uhr

SpammerLetzte Woche habe ich Ihnen 3 gängige Wege gezeigt, wie Spammer an Ihre E-Mail-Adresse kommen. Heute möchte ich Ihnen erklären, warum wir nicht mit einem Aussterben der Spammer rechnen können. Spam wird es auch in den kommenden Jahren noch mehr als genug geben.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie über Spam Bescheid wissen. Kommende Woche werde ich diese dreiteilige Serie abschließen, indem ich Ihnen 5 Methoden zeige, wie Sie Spam verhindern können.

Warum das Spam-Aufkommen nicht rückläufig ist

Spam-Mails werden zukünftig nicht zurückgehen. Technisch sind die sog. Spam-Filter zwar sehr gut entwickelt und die E-Mail-Anbieter filtern so schon Unmengen an Spam-Mails heraus, aber dennoch ist das Konzept der Spam-Mail hoch profitabel.

Sie müssen sich vorstellen, dass ein professioneller Spammer in einem Rutsch Millionen Menschen anschreiben kann. Das kostet den Spammer so gut wie nichts – die Kosten tragen die Netzbetreiber und E-Mail-Anbieter.

Ein Teil der Empfänger wird die Spam-Mail vermutlich nie erhalten, da die E-Mail bereits herausgefiltert wird. Ein weiterer Teil der Empfänger ist im Umgang mit Spam erfahren genug und wird die Mail als Spam erkennen und direkt löschen.

Aber es bleibt immer ein Teil an Empfängern übrig, die die E-Mail öffnen und dem darin enthaltenen Link folgen. Einige wenige dieser Spam-Opfer werden daraufhin sogar etwas kaufen.

Im Vergleich zu der Gesamtzahl der Empfänger ist der Anteil der anschließenden Käufer verschwindend gering. Da die Spammer ihre Werbemails jedoch gleich an mehrere Millionen Menschen senden, lohnt sich das Geschäft dennoch. Zumal dem Spammer so gut wie keine Kosten entstehen.

Wer die Kosten wirklich trägt

Das Schlimme daran ist, dass laut aktuellen Studien über 90% (über neunzig Prozent!) der weltweit versendeten E-Mails Spam-Mails sind. Dadurch entstehen drei große Nachteile:

  • Es entstehen erhebliche Kosten für Netzbetreiber und Provider. Diese Kosten müssen über andere Kanäle refinanziert werden und werden letztendlich immer irgendwo auf den Endkunden (Sie und mich) umgeschlagen.
  • Es kostet den Empfänger Zeit. Jeder, der Spam-Mails im Posteingang findet, muss diese erkennen und aussortieren. Das kostet Zeit, vor allem für unerfahrene Internetnutzer die jede E-Mail erst öffnen, bevor Sie sie als Spam erkennen.
  • Es gibt viele Menschen, die auf Spam reinfallen. Die Spam-Mails haben fast immer ein kommerzielles Interesse. Meistens wollen Sie den Leser auf eine dubiose Webseite locken um ihm beispielsweise gefälschte Medikamente zu verkaufen oder ihn anderweitig über den Tisch zu ziehen. In einigen Fällen werden über Spam-Mails auch Computerviren und -würmer verbreitet.

Der effektivste Schutz ist, dass Sie selbst darauf achten, nicht in diese Spam-Verteiler zu geraten. Dies ist nicht immer möglich, aber es gibt einfache Wege, die Gefahr zu minimieren. Lesen Sie, wie Sie mit 5 einfachen Methoden E-Mail-Spam vermeiden können.